HTX DeepThink: Aktueller BTC-Move als Indikator für eine neue Makro-Repricing-Phase

Bitcoin hat weiterhin starke Käufe auf hohem Niveau verzeichnet, obwohl es keine klare Verbesserung in den makroökonomischen Daten zu erkennen gibt. In dieser Ausgabe der HTX DeepThink-Kolumne argumentiert die HTX-Analystin Chloe (@ChloeTalk1), dass die aktuelle Bewegung von BTC weniger wie eine technische Erholung, sondern eher wie der Beginn einer neuen Makro-Repricing-Phase wirkt.

Einflüsse auf die Makro-Preissetzung: Liquide Veränderungen und geopolitische Risiken

Zwei Hauptfaktoren treiben diesen Wandel voran: eine subtile Veränderung der US-Systemliquidität, beginnend mit der Wohnungsfinanzierung, und eine erneute Neubewertung geopolitischer Risiken im Nahen Osten.

Wohnungsfinanzierung als Ausgangspunkt: Eine subtile Veränderung in der US-Systemliquidität

Die Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent zu Fannie Mae und Freddie Mac, die hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS) kaufen, mögen wie Wohnungsbaupolitik klingen. Aus der Perspektive der Marktstruktur deuten sie jedoch auf eine bedeutende Entwicklung der Liquidität hin, die für den Kryptomarkt von direkter Relevanz ist.

Während die Federal Reserve immer noch etwa 15–17 Milliarden Dollar an MBS jeden Monat durch quantitative Straffung (QT) abstößt, kauft die Trump-Administration mit staatlichen Unternehmen diesen gleichen Betrag über ihre eigenen Bilanzen zurück. Das bedeutet, dass die Liquidität, die die Fed „entzieht“, innerhalb des Wohnungsfinanzierungssystems wieder aufgenommen wird – eine Form von „Schatten-QE“, ohne dass sich das politische Rahmenwerk der Fed offiziell ändert.

Die Bedeutung von Liquidität im Kryptomarkt

Für die Kryptomärkte ist entscheidend, ob sich echte Liquidität wieder im US-Finanzsystem niederschlägt, und nicht, ob die Hypothekenzinsen sofort sinken. Wenn Fannie Mae und Freddie Mac MBS kaufen, kann sich der Spread zwischen MBS und Staatsanleihen verringern, die Kapazität der Bankenbilanz verbessern und die Kreditvergabe erleichtern. In den USA ist die Wohnungsbaufinanzierung einer der stärksten Kanäle, über den Liquidität in das breitere Finanzsystem fließt – und war ein zentraler Treiber des Bitcoin-Haussemarktes 2020–2021.

Diese Überlegungen helfen auch zu erklären, warum Bitcoin trotz mäßiger makroökonomischer Daten kontinuierlich Käufer anzieht: Auch wenn die Fed vorsichtig erscheint, könnte die Dollar-Kreditvergabe bereits auf Systemebene wieder zunehmen. Historisch gesehen zeigen Risikoanlagen eine frühe Reaktion auf solche Verschiebungen, und Bitcoin bleibt einer der liquiditätssensitivsten Vermögenswerte.

Geopolitische Risiken im Iran: Inflation und Dollar-Ungewissheit neu bewerten

Ein zweiter Treiber der Preisänderungen kommt aus dem Nahen Osten. Iran sieht sich mit der größten Welle von Protesten seit 1979 konfrontiert, was neue Fragen zur Stabilität des Regimes aufwirft, während die USA und Israel angeblich auf mögliche politische und militärische Interventionen vorbereiten.

In dieser erheblichen Unsicherheit schnellen die Ölpreise in nur zwei Tagen um mehr als 5 % in die Höhe – nicht aufgrund von Lagerbeständen oder Nachfrageänderungen, sondern weil die Märkte beginnen, das Risiko einer Versorgungsunterbrechung und -eskalation einzupreisen. Solche geopolitischen Schocks neigen dazu, Inflationsrisiken zu erhöhen und die Unsicherheit im Dollar-basierten System zu vertiefen.

Die Auswirkungen auf den Kryptomarkt

Für Krypto-Anlagen ist diese Art von struktureller Unsicherheit typischerweise unterstützend. Höhere Energiepreise steigern die Produktionskosten und Inflationserwartungen, während die USA gleichzeitig auf eine Wohnungsfinanzierung Rückversicherung setzen, die effektiv die Kreditvergabe unterstützt. In Kombination ergibt dies einen Abwärtsdruck auf reale Zinsen, eine anhaltende Erosion der Kaufkraft von Fiat-Währungen und eine erneute Preisgestaltung für knappe Vermögenswerte.

Diese Sichtweise erklärt auch, warum Gold, Silber und Bitcoin gemeinsam an Wert gewinnen. Die Bewegung ist weniger ein Zeichen von „Risikoappetit“ und vielmehr ein gemeinsames makroökonomisches Thema: Wenn fiskalische Kräfte zunehmend monetäre Ergebnisse gestalten und geopolitische Instabilität die Energie- und Inflationsprognosen destabilisiert, gewinnen nicht verwässerbare Vermögenswerte als Wertaufbewahrungsmittel an Bedeutung.

Fazit: Ein erkennbares strukturelles Setup entwickelt sich

Insgesamt bewegt sich der Kryptomarkt in ein erkennbares strukturelles Umfeld: Liquidität lockert sich leise, geopolitische Risiken nehmen zu, und der langfristige Bewertungsanker für BTC und qualitativ hochwertige Krypto-Anlagen scheint sich nach oben zu verschieben. Zwar kann die kurzfristige Preisbewegung weiterhin von Daten und Sentiment beeinflusst werden, doch aus der kombinierten Perspektive von Liquidität und Geopolitik ist das makroökonomische Umfeld deutlich günstiger geworden.

Daher wirkt die aktuelle BTC-Bewegung nicht wie eine einfache Erholung – sie ähnelt zunehmend dem Beginn einer neuen makroökonomischen Preisrevisionsphase.

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Quelle: HTX Blog