Bitfinex Alpha | In Abwesenheit der Spot-Nachfrage driftet BTC

Aktuelle Entwicklung des Bitcoin-Kurses

Der Versuch von Bitcoin, über die Widerstandszone von 95.000–98.000 USD auszubrechen, hat sich als schwierig erwiesen. Der Preis hält sich nicht über diesen wichtigen Bereich und fällt zurück in die etablierten Handelsbereiche. Nach einem Höchststand von 97.850 USD Mitte Januar hat BTC um mehr als 10 Prozent korrigiert und liegt nun unter dem Jahresanfang. Das Kaufinteresse im Spotmarkt hat nachgelassen, während gleichzeitig ETF-Abflüsse zugenommen haben. Diese Ablehnung von Aufwärtstendenzen erfolgt an der Kostengrenze kurzfristiger Halter und zeigt ein fragiles Gleichgewicht, in dem nach unten immer noch gekauft, aber nach oben Verkäufe von Käufern aus früheren Zyklen stattfinden.

Ordnungsgemäße Bewegungen im Derivatemarkt

Die Positionierungen im Derivatemarkt haben sich in geordneter Weise angepasst, und die Volatilität bleibt auf sehr kurzen Zeiträumen begrenzt. Dies deutet auf vorsichtige Reaktionen auf Ereignisse hin, anstatt auf einen breiteren Wechsel im Marktumfeld. In Ermangelung einer erneuten Nachfrage im Spot- und ETF-Markt wird erwartet, dass Bitcoin in seinem aktuellen Bereich verharrt, während sich eine Konsolidierung bis zu einem klaren Nachfrageimpuls fortsetzt.

Geopolitische Unsicherheit und Marktreaktionen

Geopolitische Unsicherheiten haben zur Marktvolatilität beigetragen, insbesondere während der jüngsten Eskalation der US-Strategien in Grönland. Diese Tarifbedrohungen haben kurzfristig eine risikoscheue Reaktion an den Aktienmärkten ausgelöst und die Volatilität erhöht. Schnelle Rückzüge in der politischen Rhetorik haben jedoch eine kurzfristige Stabilität wiederhergestellt. Investoren scheinen die jüngsten Erholungen eher als Stabilisierung denn als Rückkehr zu expansiven Bedingungen zu betrachten.

Widerstandsfähiges Wirtschaftswachstum in den USA

Im Gegensatz dazu bleibt das Wirtschaftswachstum in den USA stabil, gestützt durch starke Konsumausgaben. Allerdings wird diese Expansion zunehmend durch anhaltende Inflation, sinkende Haushaltsersparnisse und straffere Finanzbedingungen eingeschränkt. Während die Nachfrage die Produktion über dem Trend hält, bleibt das Einkommenswachstum hinterher und zwingt die Haushalte dazu, stärker auf Kredite angewiesen zu sein. Hohe Preise, insbesondere für grundlegende Güter, belasten einkommensschwache Haushalte und schränken die Möglichkeiten der Federal Reserve ein, die Geldpolitik zu lockern, trotz Anzeichen einer Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt.

Finanzmärkte und Risikorepricing

Die Finanzmärkte verstärken diese Vorsicht durch ein breites Risikorepricing. Steigende langfristige Renditen, eine höhere Risikoprämie und die ungewöhnliche Kombination aus Dollar schwäche und Stress im Anleihenmarkt zeigen wachsende Bedenken hinsichtlich der finanziellen Nachhaltigkeit, der Stabilität der Politik und der geopolitischen Risiken an. Kapital hat sich allmählich in defensive Vermögenswerte verschoben, was darauf hinweist, dass die finanziellen Bedingungen sich praktisch verengen, auch wenn die Zinssätze am Rand sinken.

Langfristige strukturelle Veränderungen

In diesem Umfeld zeichnen sich weiterhin langfristige strukturelle Verschiebungen ab. Die New Yorker Börse, über ihre Muttergesellschaft Intercontinental Exchange, startet eine blockchain-unterstützte Handelsplattform für tokenisierte Aktien, was die schrittweise Integration digitaler Infrastruktur in traditionelle Märkte widerspiegelt. Gleichzeitig setzen Firmen wie Strategy und Bitmine Immersion Technologies weiterhin auf digitale Vermögenswerte und erweitern ihre Bitcoin- und Ether-Bestände als strategische Langzeitreserven.



Quelle: Bitfinex Blog