Bitfinex Alpha: Bitcoin Stabilisiert Sich… Vorläufig

Ein Rückblick auf Bitcoin’s Preisbewegungen

Der Rückgang von Bitcoin auf die 60.000-Dollar-Marke stellt den tiefsten Abwärtstrend des aktuellen Zyklus dar, wobei die Verluste mittlerweile die 52 Prozent vom Allzeithoch im Oktober 2025 übersteigen. Der Januar 2026 war der schwächste Monat seit 2022. Der Markt hat entscheidende Unterstützungsebenen wie die Kostenbasis der kurzfristigen Halter, den Jahresanfang und den True Market Mean verloren, was einen deutlichen Wechsel von einer Verteilung in einen anhaltenden Abwärtstrend bestätigt. Im Gegensatz zu vorherigen Verkäufen, die durch Liquidationen getrieben wurden, war der jüngste Rückgang durch anhaltende, preisagnostische Verkäufe gekennzeichnet, was zu dem größten Verlust in der Marktcapitalisierung innerhalb eines Tages in der Geschichte von Bitcoin führte und den Preis vorübergehend auf 60.100 Dollar drückte, bevor es zu einem starken reflexiven Bounce kam.

On-Chain Indikatoren und Marktbedingungen

Die On-Chain-Stressindikatoren unterstreichen die Schwere der Bewegung, deuten jedoch auch auf eine mögliche Erschöpfung hin. Die realisierten Verluste sind auf über 1,2 Milliarden Dollar pro Tag angestiegen—Niveaus, die historisch mit späten Korrekturphasen verbunden sind, anstatt mit einem Trendwechsel. Gleichzeitig wurden die Hebelwirkungen erheblich abgebaut, wobei das globale offene Interesse um fast 50 Prozent im Vergleich zum Höchststand gefallen ist, was die systemische Fragilität verringert. Obwohl die Saisonalität versagt hat und der kurzfristige Trend weiterhin bearish bleibt, deutet die Zusammenkunft von Kapitulationssignalen darauf hin, dass Bitcoin in eine Stabilisationsphase eintritt. Der Bereich zwischen 60.000 und 74.000 Dollar definiert nun das entscheidende Schlachtfeld, während der Markt hier konsolidiert, seine Verluste verdaut und Positionen neu einstellt, bevor klarere Signale darauf hindeuten, ob dieser Bereich eine Basis für Erholung oder eine Pause vor weiterem Abwärtsdruck wird.

US-Wirtschaft und Konsumverhalten

Aktuelle Daten aus den USA deuten darauf hin, dass die Wirtschaft ungleich stabilisiert wird, anstatt in eine erneute Expansion einzutreten. Das Vertrauen der Haushalte ist leicht gestiegen, bleibt jedoch fragil und ungleich verteilt, wobei die Gewinne größtenteils bei Haushalten mit Aktieninvestitionen konzentriert sind. Gleichzeitig hat das Wachstum der Verbraucherkredite die Erwartungen weit überschritten, was darauf hinweist, dass die Ausgaben zunehmend durch Kredite unterstützt werden und nicht durch eine Verbesserung der Einkommensperspektiven. Dies deutet auf eine kurzfristige Resilienz hin, die auf finanzieller Unterstützung basiert, nicht auf einer dauerhaften Verbesserung der Haushaltsfundamente.

Arbeitsmarktdaten und deren Bedeutung

Die Arbeitsmarktdaten untermauern dieses vorsichtige Bild. Entlassungen sind stark angestiegen, die Stellenangebote sind auf Mehrjahrestief gefallen, und die Einstellungsmomentum hat erheblich nachgelassen, obwohl die Arbeitslosenquote historisch niedrig bleibt. Markt-sensitive Indikatoren haben schnell reagiert, wobei die kurzfristigen Treasury-Renditen gesunken sind, da die Erwartungen für eine politische Lockerung im Laufe des Jahres steigen. Obwohl künstliche Intelligenz häufig in den Erzählungen über Unternehmensentlassungen vorkommt, deuten aktuelle Beweise darauf hin, dass Umstrukturierungen und eine schwächere Nachfrage die Haupttreiber der Arbeitsplatzverluste sind.

Marktsignale und das aktuelle Kapitalszenario

Die Signale des Anleihenmarkts passen in dieses Bild. Die Renditekurve der US-Staatsanleihen ist nach einer längeren Inversion wieder in positives Terrain zurückgekehrt, was einen Rückgang des Drucks auf kurzfristige Zinssätze widerspiegelt, jedoch nicht auf eine stärkere Wachstumserwartung. Anleger scheinen sich zunehmend auf die langsame Arbeitsmarktentwicklung und zukünftige geldpolitische Erleichterungen zu konzentrieren, während Haushalte und Unternehmen weiterhin auf gegenwärtige Einschränkungen reagieren. Diese Divergenz zeigt sich auch im Immobilienmarkt, wo die Aktivitäten trotz sinkender Hypothekenzinsen verhalten bleiben, da Käufer aufgrund hoher Preise und Einkommensunsicherheiten vorsichtig sind. Steigende Angebotsschilder deuten auf eine schrittweise Neuordnung hin, nicht auf eine sofortige Erholung.

Fazit: Ökonomische Anpassungen und regulatorische Herausforderungen

Vor dem Hintergrund dieser makroökonomischen Situation und der jüngsten Marktunstabilität im Bereich digitaler Vermögenswerte hat die People’s Bank of China ihre restriktive Haltung bekräftigt, indem sie die Verbote auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte und yuan-gebundene Stablecoins ausgeweitet hat. Gleichzeitig intensiviert die Finanzaufsicht in Südkorea die Überwachung von Kryptowährungen mit gezielten Ermittlungen und strikteren Durchsetzungen, um Marktmanipulationen, operationale Risiken an Börsen und den Schutz der Kunden zu stärken.

Insgesamt zeigen die kombinierten Daten, dass sich die Wirtschaft spät im Zyklus anpasst, wobei die Finanzmärkte zukünftige Lockerungen einpreisen, Haushalte vorsichtig bleiben und das Wachstum digitaler Vermögenswerte zunehmend durch die Stärke der Bilanzen und regulatorische Ausrichtungen statt durch eine allgemeine Risikobereitschaft geprägt ist.



Quelle: Bitfinex Blog