TL;DR Definition

Der Handel außerhalb der regulären Börsenzeiten, sowohl im Vorfeld als auch nach Börsenschluss, ermöglicht es Investoren, Aktien zu kaufen und zu verkaufen, wenn die Märkte geschlossen sind (9:30 bis 16:00 Uhr ET). Der Vorbörsenhandel findet vor der Öffnung statt, der nachbörsliche Handel direkt nach dem Schluss – dies erlaubt Reaktionen auf Nachrichten wie Unternehmensgewinne, jedoch mit geringer Liquidität und höherer Volatilität.

Was ist Vorbörsen- und Nachbörsenhandel?

Der Vorbörsenhandel findet vor der offiziellen Markteröffnung statt, sodass Trader auf Nachrichten aus der Nacht reagieren können. Nachbörsenhandel erfolgt direkt nach Börsenschluss und erfasst somit Ankündigungen, die nach dem Markt geschlossen wurden. Beide Handelsarten nutzen elektronische Netzwerke (ECNs) wie NYSE Arca, Instinet und Bloomberg Tradebook.

Wie funktioniert es?

Aufträge werden durch ECNs geleitet, die Käufer und Verkäufer zusammenbringen. In der Regel handelt es sich um Limit-Orders (Markt-Orders sind in den meisten Fällen nicht verfügbar). Das Handelsvolumen ist oft niedriger als in den regulären Handelszeiten, was größere Preisschwankungen zur Folge haben kann. Vorbörsen- und Nachbörsenhandel können in die nächste reguläre Handelssitzung übergehen.

Was sind die Vorbörsenzeiten?

Typischerweise sind die Vorbörsenzeiten von 4:00 bis 9:30 Uhr ET – einige Broker beginnen früher (z. B. 2:30 Uhr), während andere auf 8:00 Uhr beschränken. Es ist wichtig zu wissen, ob Ihr Broker diese Dienste anbietet.

Was sind die Nachbörsenzeiten?

In der Regel finden die Nachbörsenzeiten von 16:00 bis 20:00 Uhr ET statt. Wiederum variiert dies je nach Broker, weshalb es ratsam ist, zu überprüfen, ob Ihr Broker diesen Service anbietet.

Warum engagieren sich Investoren im Vor- und Nachbörsenhandel?

  • Um sofort auf Unternehmensgewinne, Nachrichten und wirtschaftliche Daten zu reagieren.

  • Um sich vor der regulären Marktöffnung zu positionieren.

  • Um Flexibilität für internationale Trader und verschiedene Zeitzonen zu schaffen.

  • Um vor anderen Tradern zu handeln, die nicht im Vorbörsenhandel aktiv sind.

Was sind die Risiken des Vor- und Nachbörsenhandels?

  • Niedrige Liquidität – Breite Spreads, schwierige Ausführungen, Slippage.

  • Hohe Volatilität – Größere Schwankungen bei dünnem Volumen.

  • Institutioneller Fokus – Profis und Institutionen dominieren in diesen Zeiten.

  • Preisschwankungen – Ausgedehnte Bewegungen können sich zur Öffnung umkehren.

  • Eingeschränkte Aktien/Orders – Nicht alle Auftragstypen verfügbar, hauptsächlich Limit-Orders.

Wie handelt man im Vor- und Nachbörsenhandel?

Viele Broker (Robinhood, Schwab, Fidelity, Interactive Brokers) bieten den Handel in erweiterten Handelszeiten an. Nutzer müssen diese Funktion in den Einstellungen aktivieren und Aufträge über Limit-Orders ausführen. Aufgrund der Risiken und der Volatilität wird es im Allgemeinen nicht empfohlen, dies als Anfänger zu tun.

Während die erweiterten Handelszeiten den Tradern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich einen Vorteil im Markt zu verschaffen, ermöglichen Aktien-Permanentkontrakte den Nutzern, Aktien 24/7 zu handeln, selbst wenn die Märkte geschlossen sind. Auf Krypto-Plattformen wie BitMEX können Sie Aktien-Permanentkontrakte 24/7 mit einer Hebelwirkung von bis zu 20x handeln. Erfahren Sie mehr hier.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie handelt man vor und nach Börsenschluss?

Zuerst müssen Sie die erweiterten Handelszeiten in Ihrer Brokerage-App aktivieren und während der Handelssitzungen Limit-Orders platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, ob Ihr Broker diese Dienste anbietet. Alternativ können Sie Aktien-Permanentkontrakte handeln, die 24/7 auch bei geschlossenen Märkten verfügbar sind.

Ist der Nachbörsenhandel dasselbe wie der Vorbörsenhandel?

Nein. Während beide Handelsarten es Nutzern ermöglichen, außerhalb der regulären Handelszeiten zu handeln, haben sie unterschiedliche Öffnungszeiten und Ziele. Der Vorbörsenhandel findet vor der Markteröffnung statt und ermöglicht es den Nutzern, auf Nachrichten aus der Nacht zu reagieren. Der Nachbörsenhandel hingegen erfolgt nach Börsenschluss und erlaubt es den Nutzern, auf das Tagesende und daraus resultierende Unternehmensgewinne zu reagieren.

Was ist die 10-Uhr-Regel im Aktienhandel?

Dies ist eine informelle Richtlinie für Trader, die darauf abzielt, bis ungefähr 10 Uhr ET zu warten, bevor sie größere Trades platzieren. Dies liegt daran, dass die erste Handelsstunde oft sehr volatil ist und der Markt bis dahin häufig die Richtung für den Tag vorgibt.

Was ist die 3-5-7-Regel im Handel?

Dies ist eine grundlegende Risikomanagementregel, die dazu dient, Disziplin zu wahren und das Risiko effektiv zu kontrollieren. Die Regel hat drei Komponenten:

  • Risiko von höchstens 3 % des Kapitals pro Trade

  • Maximal 5 % des Kontowertes in offenen Trades (z. B. wenn Sie ein Portfolio von 100.000 Dollar haben, dürfen Ihre offenen Handelspositionen nicht mehr als 5.000 Dollar wert sein)

  • Ziel von gewinnbringenden Trades mit einem Verhältnis von 7:1 (7 Dollar Gewinn für jeden Dollar) oder einer Rendite von 7 %: Das setzt ein Ziel für potenzielle Gewinne, um sicherzustellen, dass Ihre gewinnbringenden Trades Ihre Verluste deutlich übersteigen.

Durch die Einhaltung dieser Regel kontrollieren Trader Verluste, vermeiden Überhandel und halten ein konsistentes Kapitalverhältnis aufrecht.



Quelle: BitMex Blog