Vorhersagen großer Finanzinstitutionen für 2026

Die weltweit führenden Finanzinstitute setzen im Jahr 2026 stark auf Kryptowährungen. Zusammen verwalten sie etwa 22 Billionen Dollar Assets – was dem BIP der gesamten Eurozone entspricht – und spielen systematisch wichtige Rollen auf den globalen Märkten. Hier sind ihre Vorhersagen für das neue Jahr.

BlackRock: Die Herausforderung der Stablecoins

BlackRock prognostiziert, dass Stablecoins die Kontrolle der Regierungen über ihre heimischen Währungen herausfordern werden. In ihrem Jahresausblick für die globalen Märkte erklärt BlackRock, dass mit der zunehmenden Akzeptanz von Stablecoins das Risiko besteht, dass die Nutzung heimischer Währungen in Schwellenländern zurückgeht.

Diese Vorhersage folgt auf die Warnung der britischen Bank Standard Chartered, dass die Einführung von Stablecoins über 1 Billion Dollar von Bankkonten in Schwellenländern abziehen könnte. Samara Cohen, globale Leiterin der Marktentwicklung bei BlackRock, betont, dass Stablecoins nicht mehr nur eine Nische sind, sondern eine Brücke zwischen traditioneller Finanzwirtschaft und digitaler Liquidität bilden.

Coinbase: AI als Katalysator für ökonomischen Aufschwung

Coinbase sieht den Einsatz von künstlicher Intelligenz als treibende Kraft für einen wirtschaftlichen Aufschwung, der bislang nicht durch Statistiken erfasst wurde. David Duong, Leiter der Investitionsforschung bei Coinbase, hebt hervor, dass die Konvergenz von AI und Kryptowährungen einen grundlegenden Wandel im technologischen Fortschritt darstellt.

Die Nachfrage nach Datenschutz-Token wird steigen, da ein wachsendes globales Bewusstsein für digitale Überwachung und Datenausbeutung das Interesse an datenschutzorientierten Zahlungslösungen fördert.

Fidelity: Zunehmende Akzeptanz von Bitcoin durch Länder

Fidelity, der Vermögensverwalter mit 6 Billionen Dollar Assets, prognostiziert, dass immer mehr Länder im Jahr 2026 Bitcoin erwerben werden. Brasilien und Kirgisien werden als zwei Länder genannt, die kürzlich Gesetze verabschiedet haben, die den Kauf von Bitcoin für nationale Reserven ermöglichen. Chris Kuiper, Vizepräsident für Forschung, stellt fest, dass die Konkurrenz zwischen Ländern zunehmen könnte, wenn sie Bitcoin als Teil ihrer Währungsreserven adoptieren.

JPMorgan: Kryptowährungen bleiben relevant

JPMorgan erwartet, dass Kryptowährungen auch im Jahr 2026 Erfolge verzeichnen werden. Trotz eines Rückgangs des Gesamtwerts um etwa 1 Billion Dollar bleibt die Branche gut positioniert, insbesondere durch die gelockerten Regulierungen in den USA. Stablecoins gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden als Alternative zum US-Dollar angesehen.

Andreessen Horowitz: Revolution durch AI-Agenten

Laut Andreessen Horowitz werden AI-Agenten im Jahr 2026 die Internet-Zahlungen und das Bankwesen revolutionieren. Diese Agenten werden in der Lage sein, sofort und ohne Abrechnung Daten, GPU-Zeit oder API-Anfragen untereinander zu bezahlen.

Weitere Einblicke aus der Branche

Laut DefiLlama und DL News wird die regulatorische Klarheit Stablecoins im Jahr 2025 auf den Mainstream katapultiert haben. Ebenso wird Galaxy Digital voraussagen, dass Bitcoin bis Ende 2027 250.000 Dollar erreichen könnte. Diese verschiedenen Prognosen verdeutlichen die sich wandelnde Landschaft der Kryptowährungen und die zunehmende Integration in die globale Wirtschaft.

Fazit

Die Vorhersagen von großen Finanzinstitutionen zeigen, dass Kryptowährungen und verwandte Technologien im kommenden Jahr weiterhin im Vordergrund der Finanzmärkte stehen werden. Die Entwicklungen in den Bereichen AI, regulatorische Klarheit und die Akzeptanz durch Staaten werden entscheidend dafür sein, wie sich diese Märkte entwickeln.



Quelle: HTX Blog